Freitag, 9. März 2012

Adios Xela

mussten wir vor 3 Tagen sagen, als wir Xela verlassen haben. Aber noch kurz dazu, was wir in Xela so gemacht haben. Wir sind ein wenig die Berge rund um Xela hoch gewandert, von da oben hat man einen wunderbaren Blick auf die Stadt. Auf dem Rückweg nahmen wir Blumen für unser Zimmer mit.

ganz kitzeklein erkennt man den Vulkan Tajumulco

An einem anderen Tag sind wir vormittags in die Schule EDELAC in dem Viertel Las Rosas gefahren. Dort konnte ich mich mit dem Direktor unterhalten über unser manita-Freiwilligenprojekt. Danach hatte er ein paar Schüler zusammengetrommelt, die mir die Schule zeigen sollten. Erstmal hatten sich die 6 Schüler mit Namen, Alter und Klasse vorgestellt. Aus jeder Klassenstufe einer. Danach haben Nigland und ich uns vorgestellt. Der Schulrundgang bestand darin, dass wir in jede einzelne Klassenstufe rein geplatzt sind, die Kinder uns herzlich willkommen hießen und wir uns immer aufs neue vorgestellt haben. Wenn die Kinder und Lehrer keine Fragen hatten, sind wir wieder gegangen und in die nächste Klasse. Zum Glück gab es nur 6. Es war wirklich unangenehm, sich überall aufs neue vorzustellen, und dem Unterricht Zeit zu rauben. Aber ich konnte Fotos machen, die gleich auf der Homepage von manita gelandet sind, und ich hoffe, es bewerben sich noch ein paar Leute für diese Stelle. Nach dem Rundgang haben wir uns von Guadalupe Pos verabschiedet und sind gegangen. Es war total schön, die Kinder sind über jeden Besuch glücklich und ich hatte das Gefühl, die Mitarbeiter sind sehr erfahren im Umgang mit Freiwilligen und stehen denen sehr positiv gegenüber.

die kleinsten in der Schule

Was haben wir noch gemacht? Wir hatten uns noch mit Freunden getroffen. Einen Nachmittag waren wir mit Alex, einem Guatemalteken, was trinken. Letzten Freitag hat Tobias, ein Kommilitone von mir, mit Nigland den Vulkan Santa Maria bestiegen, weil ich keine Lust hatte :) Danke Tobi!

Vulkane am Atitlansee und um Antigua
Nigland und mein Kommilitone Tobias

Am Samstag haben wir uns auf den langen Weg nach Peten gemacht. Dieser führte uns über Coban in Alta Verapaz, wo wir noch eine Nacht verbrachten. Dort kannte ich eine gute Popuseria, in die wir natürlich zum Abendessen gegangen sind. Popusas sind Tortillas gefuellt mit verschiedenen Sachen, z.B. Käse, Pilze, Spinat, Hühnchen, Chicharron (eigentlich will man lieber nicht wissen, was das ist: frittierte Schweinehaut), usw. Am nächsten Tag ging es dann nach Flores. Unterwegs gabs noch eine Reifenpanne, aber die war in 20 Minuten behoben, die Passagiere konnten Wasser kaufen. In Flores angekommen, hat es geregnet, und jetzt, 2 Tage später regnet es immer noch. Nun ist endlich auch das gemietete Zimmer sauber, hat echt gedauert, und die Toilette ist fast fertig repariert.

Ich wurde herzlich wieder aufgenommen, ab und zu zu herzlich :) Dort wo ich jetzt wohne wollte ich bezahlen, Javier hat mich in seine Stube gebeten, ich hab mich gesetzt und dann konnte ich mir erst mal ein Geschwafel anhören...unglaublich. Die ganze Zeit drehte ich mich um und fragte mich, warum Nigland nicht nachkam....nun...er wusste schon vorher, was ihn in der Höhle des Löwen erwartet. Dann hatte ich Probleme die Leute hier dazu zu bekommen, evtl nochmal zu putzen. Wir vermuten, dass seit einem Jahr hier niemand mehr drin war. Jetzt wurde wie gesagt geputzt, die Dusche ist benutzbar, muss nur das Klo wieder ans Wasser angeschlossen werden. Das Rohr ging gestern kaputt und hier gab es fast eine Überschwemmung.

Montag, 27. Februar 2012

eine Busfahrt die ist lustig, eine Busfahrt die ist...

vieeeeel zu laaaaaaaaaang.

Wir wollten den Vulkan Chicabal besteigen, von dem ich gelesen hab, dass der gar nicht weit weg sein soll von Xela. Am Sonntag sind wir also zeitig aufgestanden, um noch vor dem taeglichen Nebel auf dem Vulkan zu sein. Mit meiner Schaetzung, 8 Uhr in den Bus zu steigen, lag ich aber vollkommen daneben.

Um 8 sind wir in den Chickenbus gestiegen und ich bat den 'Ayudante' (der abkassiert und die Waren auf dem Dach verstaut) 3x, dass er mir bescheid gebe, wann wir aussteigen muessen. Bei all den Doerfern hier, verliert man leicht den Ueberblick, wo man aussteigen muss. Es gibt zwar offizielle Haltestellen, aber man kann ueberall aussteigen, man muss dem Fahrer oder 'Ayudante nur Bescheid geben.

Nach einer Stunde in dem Bus war ich schoon arg skeptisch. Der Ayudante kam nochmal und ich sagte ihm wo wir aussteigen wollten. Mit einer Geste zeigte er mir, dass wir da schon laengst vorbei sind. Mit wuetendem Ton erwiderte ich, dass ich ihn gebeten hatte, mir Bescheid zu geben. Er zog von dannen. Ich war ganzschoen geladen. Als er wohl wieder zu Sinnen kam, entschuldigte er sich, gab mir 10Quetzales und sagte, wir koennen in Colomba einen Minibus zurueck nehmen. Er wollte uns zeigen welchen wir nehmen sollen.

Natuerlich hatte er in Colomba keine Zeit und beauftragte jemanden uns die Busse zu zeigen. Ich hatte mehrmals deutlichst erwaehnt wo wir hinwollen. Nichts desto trotz setzte man uns in den falschen Minibus, naemlich in den nach Coatepeque (von da sind es dann nur noch 30km bis zur mexikansichen Grenze).

Im Bus hat jemand gemerkt, dass wir total falsch waren. Er ist dann den ganzen Weg mit uns zurueck gefahren (er musste aber eh in die Richtung). Erst wieder nach Colomba, dort auf den Chickenbus warten (es war der gleiche, mit dem wir als erstes gefahren waren). Der Ayudante versicherte mir, uns diesmal nich zu vergessen.

Und wahrhaftig, wir wurden richtig rausgelassen. Fast schon hatte ich keine Lust mehr drauf, der Nebel war auch schon da, und wir mussten erstmal 5 Kilometer bis zum Parkeingang laufen. Es ging bergauf, unglaublich! Die halbe Strecke sind wir gelaufen, danach haben wir uns von einem Pick-up mitnehmen lassen. Dann im eigentlichen Park ging es strickt bergauf weiter...und ich konnte schon nach 10 Metern nicht mehr. Mensch, war ich kaputt, auch von diesem hin- und hergefahre mit dem Bus, was uns sicherlich 3 Stunden extra gekostet hat. Nach Ewigkeiten sind wir dann auch an dem Kratersee angekommen und sahen nichts ausser Nebel.

Demnach hatten wir auch keine Lust, diesen zu umrunden, mal davon abgesehen, dass uns die Beine schon arg wehtaten, und wir auch noch 2 1/2 Stunden fuer den Rueckweg benoetigten. Nach Smalltalk mit 3 deutschen Maennern am Kratersee wusste ich auch, dass es schon 15Uhr war.

Mit mir braucht man fuer den Abstieg auch ewig, da ich immer Angst hab, mich hinzulegen oder den Fuss zu verknacksen, da mir dass schon passiert war beim Vulkan Santa Maria. Am Parkeingang haben wir unseren Durst mit Wasser loeschen koennen, ein bissl mit den Arbeitern geredet und uns auf den 5 Kilometerweg zur Strasse gemacht.

Der Chickenbus zurueck war auch gut voll, Nigland war mit der einen Koerperhaelfte draussen, mit der anderen drin. Als wir in Xela auf dem Minerva Terminal angekommen sind, war es auch schon dunkel.

So wurde aus dem Halbtagesausflug ein Ganztagesausflug.

Gesagt werden muss: Es lohnt sich sicherlich da hoch zu steigen, aber man muss zeitig los, damit der Nebel einem nicht vollkommen die Sicht nimmt. Fuer uns war es also nicht der perfekte Tag, aber der Bergregenwald sieht schon krass aus!!!

Pause!!!!!!!!!!



Das ist also warum wir hochgewatschelt sind: Nebel!!!

Rueckweg zur Strasse!

Samstag, 25. Februar 2012

Gesicht verbrannt!

Da bin ich nun in Xela mit entstelltem Gesicht aufgrund der starken Sonne am Lago Atitlan.

Wir waren kayaking auf dem Atitlan See und ich hatte mich nicht eingecremt, noch hatte ich Sonnencreme ueberhaupt mitgenommen nach Guatemala. Eigentlich wollten wir nach San Marcos la Laguna fahren um dort schwimmen zu gehen, denn da ist der See sauberer. Als wir endlich dort waren, wurde uns gesagt, wir koennen das Kayak um die Ecke abstellen. Um die Ecke wollte uns allerdings jemand Geld abknoepfen, dafuer, dass er auf das Kayak aufpasst. Des weiteren sollten wir dann nochmal zahlen, damit wir schwimmen gehen koennen. Darauf hatte ich keine Lust, wir sind woanders hingefahren, Nigland schwamm und hat seine Schnorchelausruestung getestet, die er zum Geburtstag bekommen hat. Durch den Hick-Hack vorher war mir die Lust am Schwimmen vergangen.

Am Nachmittag haben wir einen Spaziergang nach San Juan la Laguna gemacht. Dort habe ich die ersten Armbaender fuer manita e.V. gekauft. Ich hatte das Schild von einer Frauenkooperative gesehen und wie sind hingegangen. In der Kooperative arbeiten 35 Frauen und alles wird mit natuerlichen Mittel gefaerbt, z.B. Mohrrueben.

Gestern, Freitag, haben wir dann den Bus nach Xela genommen. Im Park von San Pedro la Laguna fuehrten wir noch eine Unterhaltung mit dem 90-Jaehringen Don Andres, der 9 eigene Kinder und ausserdem schon Ur-Enkel und Ur-Ur-Enkel hat. Mir gefiel, dass er noch die Mayatracht traegt, was bei Maennern in Guatemala eher selten, aber am Atitlan See noch verbreitet ist.

Abends sind wir nochmal raus. Bei der Aussage, ich werde die Kamera nicht mitnehmen, hatte ich noch kleinlaut gesagt: Nicht das wir doch wieder Fussballspieler sehen. Und was war, die Mannschaft von Xela stand vor der Kirche :)

kurze Verschnaufpause beim Kayaking

Vulkane am Atitlan See

vor der Mayanase (liegendes Gesicht)

Don Andres mit Mayahose und -hemd

Mittwoch, 22. Februar 2012

Hast du die Kamera?

Immer in den falschen Momenten habe ich die Kamera nicht mitgenommen, gewollt oder aus versehen.

Am Montag sind wir in Antigua zum Cerro de la Cruz gelaufen, einem Aussichtspunkt. Der Blick war wunderschön und ich wollte ein Foto machen. Beim Griff in die Tasche: AHHHHHHH – Scheibenkleister, keine Kamera eingesteckt. Wir waren etwas geblieben, sind dann wieder runter gelaufen um später nochmal dahin zu gehen.
im Hintergrund Vulkan Agua
Nach Antigua sind wir eine Nacht in Panajachel geblieben, ein bisschen durch die Straßen geschlendert, haben ausgeruht, nach Tortillaverkäufern gesucht, den Blick auf den Atitlansee mit seinen 3 Vulkanen genossen. Beim einem abendlichen Spaziergang standen vor einem Hotel auf einmal Fußballspieler. Für mich einfach nur Jungs, die Trikots an hatten. Nigland dagegen hat große Augen bekommen und mir gesagt, dass das Spieler von seiner Lieblingsmannschaft Municipal sind. Das ist wohl auch die momentan beste Mannschaft von Guatemala. Aber Ina hatte die Kamera nicht eingesteckt und Nigland hat sich drüber geärgert, denn er hätte gern ein Foto mit der Mannschaft gehabt.

Dafür haben wir heute morgen von unserem Hostal aus beobachten können, wo sie zum Training hingingen. Nämlich gleich in eine Halle nebenan. Wir sind da hingegangen und haben ihnen beim Training zugeschaut wie es ungefähr 150 andere (zu meist Kinder) auch getan haben. Nigland war dann doch noch zu Fotos mit seinen Lieblingsspielern gekommen.

Jetzt sind wir hier in San Pedro la Laguna und genießen den Ausblick aufs Wasser!

Montag, 20. Februar 2012

Erneut nach Guatemala!

Lang ist der Weg nach Guatemala, laenger als ich plante, erwartet habe, hoffte.
Schon in Frankfurt/Main wurde mir gesagt, dass ich meinen Anschlussflug in Dallas/USA nicht bekommen werde, mir dort aber ein Hotelraum zur Uebernachtung gebucht wird. Gleichzeitig wurde mein Flug umgebucht, jetzt geht er ueber Miami. Jetzt bin ich in Miami, endlich, in freudiger Erwartung auf den Weiterflug.

Letzte Nacht habe ich wenig geschlafen, habe mich um 2 Uhr texanische Ortszeit wecken lassen, um nochmal mit American Airlines zu telefonieren. Nachdem ich mich durch meine schlimmen Buchstabierungsfaehigkeiten auf Englsich gekaempft habe um meine Reservierungsnummer durchzugeben, wurde ich tatsaechlich noch auf den 5.45 Flug nach Miami umgebucht, der nur 6 Stunden vorher ausgebucht war. Gluecklich bin ich duschen gegangen, um den Schweiss vom vortaglichen 11-Stunden-Flug (ich habe ein ganzen Buch durchgelesen, weil ich nicht schlafen konnte) abzuwaschen und war wieder gluecklich.

Kanadas Weite mit zugefrorenem See

Jetzt sitze ich also in Miami, komme aber ausm Flughafen nicht raus. Hier fuehle ich mich auch schon wohler als in Texas. Die Menschen sind freundlicher und hier ist alles schon auf Spanisch und die meisten reden auch Spanisch, an denen ich vorbeilaufe.

Um die Langeweile zu ueberbruecken wollte ich eine gute Stelle finde, um Flugzeuge beim Starten zuzuschauen. Dabei habe ich den Sky Train entdeckt. Das sind ferngesteuerte Bahnen, die auf dem Dach von Terminal D zwischen den Gates (es gibts 60) hin und her fahren. Das macht Spass :))), weil man einen guten Rundumblick von da oben hat.

Eigentlich will ich mir ja was zu essen kaufen, aber die 3 Dollar, die ich zu Hause noch gefunden habe, reichen hier gerade mal fuer was Simples zum Drinken. Wenn mir wieder langweilig wird, dreh ich nochmal eine Runde, evtl. findet sich ja noch was fuer 3 Dollar.

Soweit erstmal, mit ein bisschen mehr als einem halben Tag Verspaetung, werde ich also doch noch in Guatemala ankommen.

Anmerkung:
Fuer 3 Dollar gabs ne Empanada mit Spinat- und Kaesefuellung.
In Guatemala angekommen musste ich doch noch auf meinen Freund warten und habe ihn dann von der Busstation abgeholt.

Freitag, 10. Juni 2011

Quintana Roo and Yucatan

Quintana Roo - isn´t it pretty the name? I like it. I spend my first 3 nights in Mexico in Tulum. A town 1 1/2 hours away from the  with Belice and directly on the beach.

The beach is really pretty, white sand, blue water, not many people, not so high waves - perfect for a beach day. But I´m not a water freak, so I haven´t done a beach day. The first day, I couldn´t enjoy it, because I was too worried about my boyfriend. He didn´t arrived with the bus he was supposed to, and he also didn´t come with the 3 ohters from that city. Very late he called me and told me that he couldn´t cross the border. He tried Mexico and Belize. To bad that we can´t travel togehter in Yucatan and he can´t visit some Maya Ruins.


We both try now to live our lifes with little contact, I spoke to him in the last 5 days maybe 15 minutes. It is really hard and I wish that to nobody. He hasn´t a phone nor the knowledge how the internet works. I tried to teach him how an Email adress works, but I think he is unsure and because of that he isn´t going to an interntshop to read my mails.

In Tulum I visited the Ruins there, made a walk to the beach and made my plans where to go next.
The ruins are tiny there, but so beautiful directly on the coast. It is also posible to go swim there, but I didn´t went - too crowded. That was a weird thing, this site is so tiny, but welcomes so many visitors. It is more like a castle and at one building it was posible to see some paintings. I haven´t seen paintings before and I think there are real and no fake. I think it is a must to go there. After that you can walk 10 minutes to the public beach and relax there or book a snorkel trip.

Then I left to Valladolid, which is more in the north. Had to go farer away from Guatemala to avoid myself driving back for a couple of days, which wouldn´t make sense in my head, but for my heart yes. But saying goodbye would be even harder.

Valladolid is a nice town, it´s clean and has some interesting buildings. There is a lot to do around here. And I found an awesome hostal. The name is Hostal Candelaria, when you are coming, you have to stay here! And the city is worth to stay here 2-3 nights, too.

Here is one Cenote in town, the entrance is 15 pesos (1 Euro = 17 pesos). It is like a cave with a lake inside. All over Yucatan and Quintana Roo there is under earth water in tunels which are connected with each other. At around 10 000 places there are holes where these waters reach the surface. The one in the town Valladolid is huge, but leaves and flowers on the water surface made me not swimming in it. But honestly, in the heat here, it is really refreshing.

Yesterday, the 9th of June I went to the Maya ruins Chichen Itzá, but the only thing I can say - Tikal is better.
Why? You can´t climb the temples (and only one temple is there), no rain forest around and a lot of sellers are on the ways, so it is not enjoyable to walk from one building to the next, because you are always watched. The good thing is, that a lot of reliefs are still intact and not destroyed.

Today I made a bike tour (since 9 months the first time on a bike) to another Cenote out of town. It was an easy ride and not that hot. The name of the Cenote is Cenote Samula or also Dzitnup. You pay 52 pesos for the entrance. This cave has a hole at the top and a tree let grow there roots through until it touched the water. To sad that the tree is dead, but the roots are still there and it gives a fantastic picture. You can also swim there and the water is cold in the first moment, but feels awesome after a few seconds against the heat.

Montag, 6. Juni 2011

Soon at home again!

This time I feel like writing in german, this means for my english speaking friends, please use google translator!

Wiegesagt, bald findet man mich wieder in saechsichen Gefilden, genauer gesagt, am 17. Juni landet mein Flug in Frankfurt/Main. Am 5. Juni verlasse ich allerdings Guatemala schon, obwohl ich gern noch ein paar Tage länger bleiben oder meinen Freund mit nach Mexiko nehmen würde.
Aber mein Touristenvisum für Guatemala läuft am 5. Juni mal wieder ab und Nigland hat keinen Reisepass um mit mir nach Mexiko zu kommen. Das heisst, wir müssen uns am 5. Juni auf unbestimmte Zeit verabschieden.

Was ich in diesem Beitrag noch vorhatte, war einige Unterschiede zwischen Deutschland und Guatemala aufzuführen.

Hier gibt es keine Eisenbahn, alles beschränkt sich auf den Bus. Und viele Strecken werden durch die alten Schulbusse aus den USA zurückgelegt. Diese sind total bunt aufgehübscht und haben alle einen Jesusspruch drinnen über der Frontscheibe. Aussen über der Frontscheibe dagegen kann man lesen, welche Strecke der Bus fährt. Doch ab und zu stehen Städte dran, die nicht direkt angefahren werden, sondern man führt zumindest zu einer Kreuzung, von wo man einen anderen Bus nehmen muss, um zum Ziel zu gelangen, was einen nochmal bis zu einer Stunde dauern kann. Des weiteren gibt es in guatemaltekischen Bussen immer einen Fahrer und einen Helfer. Einen Helfer??? Wozu der??? Ja, der hat ganzschün zu tun. Es faengt damit an, dass er immer aus der Tuer brüllt, wo der Bus hinfährt um Gäste anzuwerben. Gibt es Gäste mit viel Gepäck, muss er das auf das Busdach hiefen und festzurren. Beim Runtersteigen fährt der Bus meistens schon wieder, also wird während der Fahrt vorne zur Tür wieder reingeklettert. Er sammelt das Geld ein. Sitze für normalerweise 2 Schüler werden in Guatemala fuer 3 Leute genutzt, Kinder stehen zwischen den Beinen. Der Helfer sorgt dafür, das sich auch Unwillige zu dritt auf die Bank quetschen. An den verschiedenen Dörfern ruft er die Namen der Gemeinden, damit niemand verpasst auszusteigen. Sollte jemand Sachen auf dem Dach haben, steigt der Helfer noch während der Fahrt hoch, um die Sachen schonmal loszubinden. Fuer diese Busse gibt es auch keine festen Haltestellen, Ein- und Ausgestiegen wird, wo man möchte. Dies kann die Fahrtzeit ins Unendliche ziehen..

Letztens war ich auf einer Geburtstagsfeier, wo der 15. eines Mädchens gefeiert wurde. Feiern fangen üblicherweise erst am Abend an. Sind die Geburtstagskinder noch jünger, wird eine Pinata zerschlagen, oder auch zwei, die mit Süßigkeiten gefüllt sind. Danach wird ein Kuchenlied gesungen, in dieser Zeit werden die Kerzen auf dem Geburtstagskuchen ausgeblasen und jeder Gast bekommt ein Stück. Abendessen wird auch verteilt, an alle auf Styroportellern und mit Plastebesteck. Getränke auch in Styroporbechern. Dies wird nach der Benutzung verbrannt. Ich habe auch beobachtet, das einige Gäste gleich nach dem Essen verteilen wieder gehen und die Mahlzeit unangerührt mit nach Hause nehmen. Einige bleiben länger, evtl wurde eine Disco aufgebaut wie bei dem 15. Geburtstag. Wenn nicht, ist nach dem Essen schon alles wieder vorbei. Es kommt auch, wer will. Nicht jeder eingeladene kommt, oder wenn er kommt, dass evtl zu spät und ohne Geschenk und nur zum Essen. Aber das wird den Leuten nicht krumm genommen. Für mich ist das allerdings gewöhnungsbedürftig.

Auch mit dem Pünktlich sein hat man es nicht so. Wenn man sich einen Termin am nächsten Tag ausmacht, heißt das noch lange nicht, dass man auch zu dem Treffen geht. Genauso wenn einem gesagt wird: Ich komme gleich! Da kann man schon mal 3 Stunden und mehr warten. Letztens hatte ich Nigland zum Cucos kaufen geschickt, was so um die 5 Minuten dauert. Nach einer Stunde war er immer noch nicht zurück. Das sollte aber kein Grund sein, um sauer zu werden. Das gleiche, als wir und in Flores treffen wollten, er aber nach der Arbeit erschöpft war und nicht aufgetaucht ist. Daran muss ich mich erst gewöhnen, an den Satz: Ahorita vengo! Ich komme sofort! Nigland frage ich schon immer, in wie vielen Stunden das ist ;)

Bei den Mahlzeiten wird sich auch nicht vor dem Essen `Guten Appetit` gewünscht, sondern sobald jemand fertig ist. Derjenige steht dann vom Tisch auf, bedankt sich und der Rest erwidert ein `Buen provecho`. Auch wird nicht zur gleichen Zeit angefangen, sondern jeder nimmt sich, wann er Hunger verspürt.

Steht man vor dem Haus oder Tor eines Freundes (es gibt natürlich keine Klingeln), wird entweder ewig an die Tür geklopft, oder man pfeift, bis man gehört wird. Das gleiche auf der Straße. Man will einen Freund grüßen, aber er hat sieht einen nicht, wird nicht etwa sein Name gerufen, sondern solange gepfiffen bis er begreift, dass das Pfeifen ihm gewidmet ist.

Soweit so gut, dass die auffälligsten Sachen. Meine 11 letzten Tage auf der anderen Seite der Erde werde ich in Mexiko verbringen, baden gehen, relaxen, noch ein paar Mayaruinen anschauen und mich schon auf Deutschland freuen: mein Bett, Maulwurfkuchen, dunkles Brot, Capoeira, Parks, mein Fahrrad, im Garten mit meiner Mutti wirtschaften, mit meiner Schwester von Angesicht zu Angesicht reden nicht mehr aus dem Rucksack leben usw. Aber ich werde auch Guatemala und den ganzen Tag spanisch sprechen vermissen!!! 

Nachtrag: Ich wollte mit Nigland eine Woche zusammen in Mexiko reisen und zusammen mit ihm Tulum, Playa de Carmen, Chitzen Itza und Cancun erkunden. Leider haben sie ihn nicht über die Grenze gelassen. Jetzt ist mir die Lust am Reisen vergangen und ich würde lieber zurück nach Guatemala oder morgen schon nach Hause fliegen!